Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Berlin

Weiterbearbeitung des Wettbewerbsentwurfes 228 (Künstlergästehaus siehe Werkverzeichnis 235).

Bauplatz Potsdamer Straße 33, Berlin-Tiergarten

Projektleiter Edgar Wisniewski (ab 1973 auch als Entwurfsarchitekt in Nachfolge Hans Scharouns); Garten- und Landschaftsgestaltung: Hermann Mattern, Günter Nagel; Berater: Hermann Fehling.

Teil des Kulturforums mit Museen für europäische Kunst, Konzerthaus des Berliner Philharmonischen Orchesters (Werkverzeichnis 222), ihr Kammermusiksaal (Werkverzeichnis 246) und Musikinstrumentenmuseum (Werkverzeichnis 247).

(2) Kommentare zum Beitrag “Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Berlin”

  1. Dimitri Suchin 19.06.2000 07:19

    Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz

    Berlin hat zwei davon, kriegsbedingt.
    Zur größeren Sicherheit wurden die Bänder aus der Staatsbibliothek Unter den Linden №8 ausgelagert. Nicht alle kehrten heim: die nach Schlesien verbrachten Bücher bildeten dort den Grundstock für neue Bibliotheken, im Westdeutschland ging man lange mit der Idee einer “Westdeutschen Bibliothek” um… Als 1962 feststand, daß die Tübinger und Marburger Depots aufgelöst werden, war die Rückkehr nach Unter den Linden bereits unmöglich — seit 1961 stand dem die Mauer im Wege.
    Alle waren sich einig, daß eine nationale Bibliothek einer würdigen Unterbringung bedarf. Und da alle Bestandsnutzungsvorschläge (z.B. Kasernen in Lankwitz) dem nicht entsprachen, sollte ein Neubau her. Das Kulturforum bot sich an — mitten im “Kulturband” und zugleich in Sichtweite der Mauer.
    Einigen Vorentwürfen Werner Düttmanns folgte 1964 der architektonisch-städtebauliche Wettbewerb. Professor Hans Scharoun, Berlin, gewann.

    Besonderer Reiz des Entwurfs liegt darin, wie Störfaktoren zu Qualitäten umgemünzt wurden.
    Auf die geplante “Westtangente” reagiert Scharoun mit einem Bücherberg: die Autobahn verschwindet hinter dem Magazin. Der langgestreckte Bauplatz (bedingt durch die Autobahn-Abfahrten) wird zum “Weg des Buches”, einem internen Kommunikationgrat mit Einkauf-, Katalog- und Restaurierungs-Abteilungen. Die immensen Lesesaalflächen werden zu Balkonen und Terrassen, sodaß trotz des beachtlichen Fassungsvermögens kein “Massenbetrieb” aufkommt. Dieselben Lesesaal-Terrassen reichen auch dem autarken Viereck der Mies´schen Galerie des XX. Jahrhunderts die Hand.
    Das Gästehaus sollte die Bibliothekshänge auf der anderen Straßenseite wiederaufleben lassen, wenn auch im kleineren Maßstab. Klein wie der war, machte ihn sein Fehlen zum Schlußstein.

    Der Grundstein wurde am 10. Oktober 1967 gelegt, am 15. Dezember 1978 konnte die Eröffnung gefeiert werden. Hans Scharoun starb, als gerade der Direktionsflügel im Norden fertig war, die Arbeit wurde vom Edgar Wisniewski fortgeführt.

    (von einer inzwischen abgeschalteten Homepage)

  2. admin 21.06.2016 03:01

    Die Staatsbibliothek gibt es auch als Kissen von Sandra Siewert.

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