Galerie Bremer, Berlin

Innenausbau von Café und Galerie, Fasanenstraße 37, Berlin-Wilmersdorf.

Besonderer Scharoun-Tresen, an dem Hans Scharoun häufiger anzutreffen war.

Bearbeiter: Dietrich Hirsch.

Nicht mehr erhalten, seit dem Tode des letzten Galeristen 2013 verschollen.

(2) Kommentare zum Beitrag “Galerie Bremer, Berlin”

  1. Caspar v. Moltke 18.12.2017 14:38

    Liebe Scharoun-Gesellschaft,

    letztens erzählte mir meine Großmutter von einer Bar in Berlin, die sie in ihrer Jugend häufig besucht hatte. Mit großen Augen sprach sie wie von einem magischen Ort, der bis heute in Berlin noch berühmt berüchtigt ist.
    Daraufhin musste ich in die Fasanenstraße fahren und wollte mir die wunderbaren Erzählungen auch mal vor Augen führen, um dann leider festzustellen, dass der Ort jetzt zwar noch da ist aber nicht mehr so ganz in die Geschichten meiner Großmutter passt..
    Ich würde mich sehr gerne informieren darüber, ob man diese Bar noch irgendwo auffinden kann; speziell mit den herrlichen Stühlen und Tischen, die der Bar den einst so schönen Flair geschenkt haben. Denn die waren, nach der Märchenstunde meiner Großmutter, ein besonders wichtiger Teil der Galerie Bremer (und sind es hoffentlich bis heute noch). Denn gerne würde ich ein paar Fotos der Inneneinrichtung machen und diese ihr schenken. Könnten Sie mir in dieser Hinsicht weiterhelfen? Ich wäre Ihnen zutiefst dankbar, denn ihre Augen strahlten doch so groß, als sie von Ihrer Zeit des Berliner Nachtlebens erzählte.
    Auf eine Rückmeldung bzw. Hinweis würde ich mich sehr freuen.
    Liebe Grüße,
    Caspar v. Moltke

  2. Dimitri Suchin 14.02.2018 09:51

    Sehr geehrter Herr von Moltke,

    leider ist die Scharoun´sche Ausstattung ist fürs Erste als nicht auffindbar anzusehen.

    Die Galerie Bremer existiert bekanntlich seit 2010 nicht mehr, in ihre alten Räume ist inzwischen schon der zweite Nachnutzer eingezogen.
    Nach dem Tode von Anke Bremer und Rudi van Laak führte Rolf Rohlow die Geschäfte kurzzeitig weiter. Nach dem Ende des Galeriebetriebs hatte er vor, die Möbel in seinen anderen Räumen in der Wielandstr. auszustellen – manche irregeführte Suchmaschinen zeigen diese seine Adresse als angeblichen neuen Standort der Galerie Bremer auch heute noch an. Die Rede war ferner davon, daß das besagte Mobiliar zwischenzeitig für die Filmaufnahmen zur Verfügung stehen würde, daß es bereits Anfragen darob gebe, daß wir in Bälde Szenen damit in den Kinos zu sehen bekämen. Doch es kam offensichtlich nicht dazu. 2013 war auch Herr Rohlow verstorben.
    Erben hat er entweder nicht ernannt oder aber schlugen sie die Erbschaft aus, sodaß letztlich die Senatsverwaltung für Finanzen die Wohnung auflöste: „Nach Aktenlage gibt es keine Hinweise auf die… angesprochenen Möbel oder eine Zwischenlagerung derselben.“
    Vielleicht hortet sie noch immer ein unbekannter Lagerist – diffuse Hinweise gab es schon. Vielleicht gingen sie unerkannt unter – wir wissen es nicht. Wir sind weiterhin auf der Suche.

    Mit organhaftem Gruß, D.B.Suchin

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